Theoretische Physik - Vordiplomprüfung für Meteorologen

Bestimmungen der Prüfungsordnung

Laut DPO_Meteorologie_11_97.pdf ist Inhalt der Prüfung (§11, Absatz 3, Satz 3):

Theoretische Physik: Gründliche Kenntnisse auf dem Gebiet der klassischen Mechanik und Grundkenntnisse auf dem Gebiet der Elektro- und Magnetostatik, in Umfang und Niveau dem in dem jeweils 4-std. Vorlesungen Theoretische Physik I (Newton'sche Mechanik, Elektro- und Magnetostatik) und Theoretische Physik II (Allgemeine klassische Mechanik) dargebotenen Stoff entsprechend.

Folglich sind aus dem Stoff der Vorlesung Theoretische Physik I insbesondere Elektro- und Magnetostatik direkt für die Prüfung relevant.

Aufbau der Prüfung (in Form von FAQ)


	In welchem Umfang wird Kapitel 5 "Elektrodynamik" aus der Theorie I 
	Vorlesung eine  Rolle spielen? Und insbesondere Kapitel 10 der 
	starren Körper? Nach  meinen Einschätzungen ist letzteres ein völlig 
	unabhängiges Themengebiet und lässt sich schwer in Verbindung zu den 
	Kapiteln davor setzen.

	Ähnelt die Struktur der Prüfung etwa der von Prof. van Dongen?

	Das kurze Kapitel 5 ist ziemlich wichtig; ich könnte mir vorstellen,  
	dass wir uns etwa 10 Minuten lang darüber unterhalten werden. Dabei  
	müssen Sie - wie auch bei den anderen Themen - keine langen  
	Herleitungen oder Beweise auswendig lernen. Am wichtigsten sind hier  
	die Maxwell-Gleichungen samt Interpretation sowie die Lösung der  
	Poisson-Gleichung; ich würde aber keines der Unterkapitel ausschließen.

	Das Kapitel 10 würde ich mehr als Kür sehen: das Bestehen wird  
	keinesfalls davon abhängen; für ein "sehr gut" könnte ich ggf. Fragen  
	zu Euler-Winkeln und/oder Euler-Gleichungen stellen oder Qualitatives  
	zur Bewegung des Starren Körpers wissen wollen.

	Grundsätzlich sind Konzepte am wichtigsten, dazu gehören aber auch  
	zumindest die Ideen von Herleitungen bzw. Beweisen (insbesondere bei  
	Anwendungen des Hamiltonschen Prinzips). Etwas Konkretisierung schadet  
	aber selten, relevante Gleichungen, die Sie kennen, sollten Sie also  
	auch hinschreiben.

	Noch etwas zu Ablauf: ich denke, ich werde anfangs etwa 5-10 Minuten  
	zu Kap, 2-4 fragen, dann zu Kap. 5 (ca. 10 Minuten, s.o.) und danach  
	jeweils etwa 8-12 Minuten zu den 3 Blöcken Kap. 7 und 8 sowie  
	Relativistik (Kap. 6+9), wahrscheinlich mit Übergewicht bei Kap. 7.  
	Zum Abschluss könnte dann noch etwas starrer Körper drankommen; Rück-  
	und Querbezüge sind aber natürlich auch möglich.

	Wie bei Prof. van Dongen wird meine Prüfung eher auf der langen Seite  
	(der Bandbreite von 30-60 Minuten) sein; ein engerer Bezug lässt sich  
	(wegen der geringen Zahl der Prüfungen für Meteorologen) schwer herstellen.
	
	
	
	In welchem Umfang sind die Themen 8.2.3 (Kleine Schwingungen) und das 
	Noether-Theorem von Relevanz? Reicht es bei letzterem aus, die Grundidee 
	zu kennen oder ist die quantitative Beschreibung unverzichtbar?

	Und noch eine organisatorische Frage: Findet die Prüfung in Ihrem  
	Büro statt?
	
	Schwingungen scheinen mir grundsätzlich schon relevant. Ausgehend von  
	meinem Manuskript (16. Vorlesung) würde ich den Schwerpunkt auf die  
	ersten 3 Seiten von 8.2.3 legen: von den Voraussetzungen über die  
	Lagrange-Gleichungen für q zu den Lagrange-Gleichungen für Z (sowie  
	deren Lösung). Quantitative Aspekte des Noether-Theorems (bzw. gar  
	Herleitungen) liegen mir nicht so am Herzen.

	Ja, die Prüfung findet in meinem Büro (Zimmer 03 134) statt.