Theoretische Physik: Gründliche Kenntnisse auf dem Gebiet der klassischen Mechanik und Grundkenntnisse auf dem Gebiet der Elektro- und Magnetostatik, in Umfang und Niveau dem in dem jeweils 4-std. Vorlesungen Theoretische Physik I (Newton'sche Mechanik, Elektro- und Magnetostatik) und Theoretische Physik II (Allgemeine klassische Mechanik) dargebotenen Stoff entsprechend.
Folglich sind aus dem Stoff der Vorlesung Theoretische Physik I insbesondere Elektro- und Magnetostatik direkt für die Prüfung relevant.
In welchem Umfang wird Kapitel 5 "Elektrodynamik" aus der Theorie I Vorlesung eine Rolle spielen? Und insbesondere Kapitel 10 der starren Körper? Nach meinen Einschätzungen ist letzteres ein völlig unabhängiges Themengebiet und lässt sich schwer in Verbindung zu den Kapiteln davor setzen. Ähnelt die Struktur der Prüfung etwa der von Prof. van Dongen? Das kurze Kapitel 5 ist ziemlich wichtig; ich könnte mir vorstellen, dass wir uns etwa 10 Minuten lang darüber unterhalten werden. Dabei müssen Sie - wie auch bei den anderen Themen - keine langen Herleitungen oder Beweise auswendig lernen. Am wichtigsten sind hier die Maxwell-Gleichungen samt Interpretation sowie die Lösung der Poisson-Gleichung; ich würde aber keines der Unterkapitel ausschließen. Das Kapitel 10 würde ich mehr als Kür sehen: das Bestehen wird keinesfalls davon abhängen; für ein "sehr gut" könnte ich ggf. Fragen zu Euler-Winkeln und/oder Euler-Gleichungen stellen oder Qualitatives zur Bewegung des Starren Körpers wissen wollen. Grundsätzlich sind Konzepte am wichtigsten, dazu gehören aber auch zumindest die Ideen von Herleitungen bzw. Beweisen (insbesondere bei Anwendungen des Hamiltonschen Prinzips). Etwas Konkretisierung schadet aber selten, relevante Gleichungen, die Sie kennen, sollten Sie also auch hinschreiben. Noch etwas zu Ablauf: ich denke, ich werde anfangs etwa 5-10 Minuten zu Kap, 2-4 fragen, dann zu Kap. 5 (ca. 10 Minuten, s.o.) und danach jeweils etwa 8-12 Minuten zu den 3 Blöcken Kap. 7 und 8 sowie Relativistik (Kap. 6+9), wahrscheinlich mit Übergewicht bei Kap. 7. Zum Abschluss könnte dann noch etwas starrer Körper drankommen; Rück- und Querbezüge sind aber natürlich auch möglich. Wie bei Prof. van Dongen wird meine Prüfung eher auf der langen Seite (der Bandbreite von 30-60 Minuten) sein; ein engerer Bezug lässt sich (wegen der geringen Zahl der Prüfungen für Meteorologen) schwer herstellen. In welchem Umfang sind die Themen 8.2.3 (Kleine Schwingungen) und das Noether-Theorem von Relevanz? Reicht es bei letzterem aus, die Grundidee zu kennen oder ist die quantitative Beschreibung unverzichtbar? Und noch eine organisatorische Frage: Findet die Prüfung in Ihrem Büro statt? Schwingungen scheinen mir grundsätzlich schon relevant. Ausgehend von meinem Manuskript (16. Vorlesung) würde ich den Schwerpunkt auf die ersten 3 Seiten von 8.2.3 legen: von den Voraussetzungen über die Lagrange-Gleichungen für q zu den Lagrange-Gleichungen für Z (sowie deren Lösung). Quantitative Aspekte des Noether-Theorems (bzw. gar Herleitungen) liegen mir nicht so am Herzen. Ja, die Prüfung findet in meinem Büro (Zimmer 03 134) statt.