Theoretische Physik - Vordiplomprüfung für Physiker

Bestimmungen der Prüfungsordnung

Laut DPO_Physik_03_05.pdf ist Inhalt der Prüfung (§12, Absatz 3, Satz 2):

Theoretische Physik: Gründliche Kenntnisse auf dem Gebiet der klassischen Mechanik und Grundkenntnisse auf den Gebieten der Elektro- und Magnetostatik und der Quantenmechanik, in Umfang und Niveau dem in den jeweils 4-std. Vorlesungen Theoretische Physik I (Newtonsche Mechanik, Elektro- und Magnetostatik), Theoretische Physik II (allgemeine klassische Mechanik) und Theoretische Physik III (Quantenmechanik) dargebotenen Stoff entsprechend.

Folglich sind aus dem Stoff der Vorlesung Theoretische Physik I insbesondere Elektro- und Magnetostatik direkt für die Prüfung relevant.

Aufbau der Prüfung

Grundsätzlich wird die Prüfungszeit (45-60 Minuten) einigermaßen gleichmäßig über die zugrundeliegenden Vorlesungen aufgeteilt, allerdings in der Regel mit einem leichten Untergewicht für Theorie I (also ca. 15 Minuten Theorie I und je 20 Minuten Theorie II und III).

Die Prüfungsteile über Theorie I und II richten sich nach den bekannten Skripten von Prof. van Dongen und mir; Grundlage für den Prüfungsteil zur Theorie III richten sich nach dem (halboffiziellen) Skript von Prof. Reuter. Grundsätzlich sind dabei Konzepte sehr viel wichtiger als Details. Für den I+II-Teil lassen sich im Wesentlichen die Hinweise für Meterologen übertragen; allerdings wird in der Praxis vielleicht die Relativistik etwas stärker gewichtet sein (auch Kap. 9) und könnten 1-2 Fragen zum Kreisel (Kap. 10) kommen.

Zu dem Quantenmechanik-Teil hier nochmal die Hinweise aus der Email vom 08.10.09:


	In den letzten Tagen habe ich das Reuter-Skript komplett durchgelesen 
	und halte es für eine gute Prüfungsgrundlage; Sie brauchen also kein 
	zusätzliches Material hinzuziehen, abgesehen vielleicht von einigen der 
	zugehörigen Übungen. Generell möchte ich keines der Kapitel darin 
	ausschließen; allerdings würde ich Kenntnisse zur zeitabhängigen 
	Störungstheorie (26.2) höchstens bei 1.0-Kandidaten erwarten. Auch 
	scheint mir z.B. von Kapitel 16 (Darstellungstheorie) nur die konkrete 
	Anwendung relevant.

	Grundsätzlich sind Konzepte sehr viel wichtiger als Details oder gar 
	Koeffizienten (z.B. von Laguerre-Polynomen). Auch bei Herleitungen kommt 
	es eher auf die Ideen und Grundsätzliches an (wie: woher kommt die 
	Quantisierung, z.B. in den Drehimpulsquantenzahlen?). Sehr wichtig ist 
	Kapitel 17 (Postulate), aber auch Schrödinger-Heisenberg und klassischer 
	Grenzfall sowie die Anwendungen harmonischer Oszillator und 
	Zentralpotential bzw. Coulomb-Problem.

Anders als ursprünglich angekündigt verzichte ich doch auf weitere Konkretisierung, z.B. in Form einer ausführlichen Stichwortliste. Diese wäre höchstens nützlich, wenn sie wirklich vollständig wäre; ansonsten bestände die Gefahr der Irreführung.